November 19, 2017

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November 19, 2017

 

 

 

 

Resilienz gilt seit Neuem als »das Konzept«, um mit der rasanten Entwicklung der Digitalisierung auf organisatorischer aber auch persönlicher Ebene Schritt halten zu können. So wie es Hebel gibt, um in Organisationen eine innere Dynamik, Lebendigkeit und Kraft entstehen zu lassen, die zu einer organisatorischen Resilienz führen, so gibt es diese Hebel auch in der persönlichen Resilienz. Diese Entwicklung ist eine notwendige Voraussetzung dafür, die eigenen persönlichen Potenziale leben zu können und an der Geschwindigkeit mit der wir heute leben nicht zu erkranken. Möchte ich andere Menschen begleiten, so ist es ein absolutes Muss zuerst sich selbst zu entwickeln. Nur wer sich selbst führen kann, ist auch fähig andere zu führen bzw. zu begleiten, wissen wir aus unseren Aus- und Weiterbildungen. In der heutigen Resilienzforschung geht es um Bereiche wie »Emotionssteuerung, Impulskontrolle, Empathie, Kausalanalyse, Zielorientierung, realistischen Optimismus, Selbstwirksamkeitsüberzeugung aber auch Achtsamkeit«. Zahlreiche Studien zeigen, dass es von wesentlicher Bedeutung ist, in welchem Zustand wir uns auf der körperlichen, sozialen und mentalen Ebene befinden, wenn wir großen Herausforderungen gegenüberstehen. Generell müssen wir ein massives Ansteigen physischer und psychischer Belastungen und Krisen feststellen: Überforderung, Stress, Schlaflosigkeit, Antriebslosigkeit, Erschöpfung, Desillusionierung, Lebensängste bis hin zu Panikattacken; schließen das epidemisch um sich greifende Burnout-Syndrom mit seinen komplexen Symptomen und Ursachen. Nicht zu vergessen: Depressionen, Suchtgefährdung und psychosomatische Folgeerkrankungen. Resilienz auf der persönlichen Ebene könnte hier ein wirksames Gegenmittel bieten. Gerade Burnout ist ja im herkömmlichen Sinn keine Krankheit, sondern wie im Diagnose-Klassifikationssystem der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als körperliche, emotionale bzw. geistige Erschöpfung infolge mangelnder Lebensbewältigungsstrategien beschrieben. Man könnte auch sagen, es kommt zum Burnout infolge mangelnder Resilienz. Erst wenn wir unsere Widerstandskraft auf allen Ebenen stärken, unsere mentalen und körperlichen Möglichkeiten erweitern, wird es uns gelingen, diesen belastenden Faktoren auf Augenhöhe zu begegnen und mit ihnen umzugehen. Das ist der tiefere Sinn von Resilienz. Resilienz 3.0 meint also nichts anderes als ein Stärken der drei Bereiche Leib, soziales Umfeld und Psyche, um für das Leben gerüstet zu sein. Es geht beim Thema Resilienz also ganz wesentlich um den Faktor Gesundheit. Die OECD zeigt ja sehr deutlich, dass wir zu wenig gesunde Lebensjahre in Österreich und Deutschland haben. Die Folgen dieser Entwicklung sind in mehrfacher Hinsicht problematisch. Die Aufrechterhaltung der eigenen Gesundheit ist natürlich für jeden Einzelnen wichtig, für unsere Volkswirtschaft kann man im Bereich Prävention schon von einem Muss sprechen. Deshalb gilt es den Präventionsgedanken in der Bevölkerung deutlich zu stärken und die Menschen dazu zu ermutigen, Selbstverantwortung für die Gesundheit und in weiterer Folge für das eigene Leben zu übernehmen. Für mich hieß es am 13. Mai d.J. wieder einmal Selbstverantwortung zu leben und meine Resilienz zu überprüfen. Um mein eigenes HERZResilienz®-Training zu erweitern und auszubauen begab ich mich auf den Jakobsweg (Camino france). In 21 Tagen mehr als 810 Kilometer zu Fuß unterwegs zu sein bietet viel Zeit und Raum, um in alle Richtungen des eigenen Lebens zu blicken – in die Vergangenheit, ins Hier und Jetzt, aber auch in die Zukunft. Als ich kürzlich am Jakobsweg auf einer Anhöhe den Blick über die Landschaft ringsum schweifen ließ, da stand vor mir diese Frage plötzlich ganz deutlich vor Augen: Erlebst du diesen einzigartigen Augenblick heute einfach deswegen, weil du Glück gehabt hast? War es Glück, dass ich die schwere Krebserkrankung, mit der ich mich vor Jahren konfrontiert sah und die mich mit Rückfällen, schweren Operationen und Therapien über Jahre hinweg prüfte, überwinden konnte?  Es wäre vermessen zu behaupten, jemand könne den Ausgang einer solchen schicksalhaften Prüfung bestimmen. Allerdings hatte ich mich schon lange vor meiner Erkrankung intensiv mit fernöstlichen Techniken beschäftigt, hatte Achtsamkeitstechniken trainiert, gelernt meine Gedanken zu kontrollieren, mich auf Ziele zu fokussieren, meinen Willen zu konzentrieren und meinen Körper vollkommen zu entspannen. Damit hatte ich mir Werkzeuge erworben, die mich in die Lage versetzten, mich dieser extremen Herausforderung zu stellen – erfolgreich, wie sich schließlich Gott sei Dank erweisen sollte. Dieses Wissen gebe ich heute als Berater, Coach und Trainer weiter und genau das macht auch den Kern professioneller Begleitung generell aus – unseren Klienten Werkzeuge in die Hand zu geben, die sie für die Herausforderungen des Lebens rüsten, sie stärken, ihre Eigenverantwortung wahrzunehmen, ihnen neue Wege aufzeigen, Handlungsspielräume eröffnen, ihre Widerstandsfähigkeit – sprich: Resilienz – erhöhen.  Zwar kennen auch resiliente Menschen Sorgen und Nöte, doch sie gehen einfach gesünder und gelassener damit um. Im besten Fall wachsen sie daran. Stellen wir uns nun die Frage, wie wir diese Resilienz erhöhen und ausbauen können, kommen wir nicht um das Thema Achtsamkeit herum. Im Wahrnehmen, sprich im Erkennen der Herausforderung liegt der erste Schritt. Ohne diesen Schritt, dem Erkennen, kann der zweite Schritt, das Annehmen nicht folgen. Nur durch das Annehmen der Situation so wie sie ist, habe ich die Möglichkeit ein Aushalten oder eine Veränderung einzuleiten. Resiliente Menschen haben einen Instinkt, Situationen richtig zu beurteilen. Gibt es eine Möglichkeit auf die Situation, das Problem einzuwirken, muss ich das tun, um eine Veränderung herbeizuführen. Habe ich keine Möglichkeit auf die Situation, das Problem einzuwirken, muss ich akzeptieren was ist. Doch dafür braucht es Kraft, Energie - sprich Resilienz, denn eine Situation aushalten zu können, als Einzelperson, Team oder als Organisation verbraucht Energie.

Beim Thema Resilienz geht es also darum, diese Energie eine gewisse Zeit zur Verfügung stellen zu können. Man könnte auch sagen, es geht darum, die Fähigkeit eines Systems zu erweitern, um zu gewährleisten, dass sich sowohl Einzelpersonen, Teams und/oder die gesamte Organisation Veränderungen anpassen und diese eine Zeit lang aushalten können ohne daran zu erkranken.

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Andreas Herz
                                                                                

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